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„Die Pubertät ist wie eine zweite Geburt, die in Etappen stattfindet.“ F. Dolto

Alles, äußerlich und innerlich scheint sich zu verändern. Die pubertierenden Jugendlichen, schreibt F. Dolto, fühlen sich wie ein offen stehendes Haus, in dem es keine friedliche Ecke gibt, um sich auszuruhen.
Sie lassen das Kind, das sie mal waren, hinter sich und fangen an, der erwachsene Mensch zu werden, der sie mal sein werden. Die Tatsache, dass sie nicht mehr das eine aber auch noch nicht das andere sind, lässt sie sich einsam, missverstanden, unsicher, verwundbar fühlen.
Die Beratung und Therapie von Jugendlichen ähnelt aus diesen Gründen einem Seiltanz. Ein Jugendlicher hat häufig einerseits stark das Bedürfnis, mit jemandem zu sprechen, der ihm zuhören und zu verstehen sich bemühen wird, ist aber andererseits misstrauisch und verschlossen gegenüber den meisten Erwachsenen. Daher ist die Herstellung einer vertrauensvollen, verständnisvollen und akzeptierenden Beziehung der Grundstein jeder therapeutischen oder beratenden Arbeit mit Jugendlichen. Die Einsetzung von Mitteln wie Malen, Collagenmachen, Rollenspielen, Geschichtenerzählen erleichtern oft das Ausdrücken von Gefühlen und Gedanken.

Wofür und für wen?

Wenn Symptome wie weiter oben (Spieltherapie) benannt werden, auftreten oder wenn:

-das veränderte Verhalten des Jugendlichen in der Familie große Spannungen verursacht
-der Jugendliche übermäßig Alkohol trinkt oder Drogen konsumiert
-die Schulpflichten gänzlich vernachlässigt werden und die Weiterführung seiner Ausbildung gefährdet ist
-der Jugendliche großen Teil seiner Tages- und Nachtzeit mit Computerspielen und Internetsurfen verbringt

In manchen von diesen Fällen sucht der Jugendliche selbst nach Hilfe oder aber (was häufiger der Fall ist) die Eltern sind diejenigen, die das Bedürfnis nach psychologischer Hilfe und Unterstützung haben, um mit der schwierigen Situation mit ihrem pubertierenden Kind fertig zu werden. Diese Hilfe kann dann oft die Ermöglichung einer besseren Kommunikation in der Familie sein, die sich gemeinsam mit ihrem Jugendlichen ebenfalls verändert. In anderen Fällen bekommt der Jugendliche selbst therapeutische Hilfe, um sich mit seiner neuen Identität allmählich zurechtzufinden.